Programm auf dem Platz für feministische Kämpfe

Workshops, Infostände & Musik am 2. März auf dem Rathausplatz Augsburg

Am Samstag, den 02.03.2024 verwandeln wir den Rathausplatz gemeinsam mit Augsburger Aktivist*innen in einen feministischen und antifaschistischen Aktionsplatz: In Workshops und Gesprächsgruppen, an Infoständen, bei Vorträgen und mit Musik kommen wir mit interessierten Passant*innen ins Gespräch. Dabei geht es um Geschlechtergerechtigkeit, Antirassismus, Antisemitismus, Queerfeminismus und Antikapitalismus. Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen!

1213 Uhr: zwei Workshops zeitgleich, klick für Details

Catcalls of Augsburg:
Antisexismus gemeinsam auf die Straße bringen.

Gemeinsam mit euch wollen wir am 02.03 den Rathausplatz mit unseren Forderungen gestalten. Dafür wollen wir euch einladen gemeinsam mit uns eure Ankreidungen dauerhaft festzuhalten und damit ein Zeichen gegen Sexismus und Diskriminierung setzen. Der Workshop ist open for all gender.

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten:
Feminismus und Antifaschismus.

Was sind Kennzeichen des Antifaschismus? Wie passt Feminismus und Antifaschismus zusammen, oder gehören sie unabdingbar zusammen? Als Beispiele werden feministische Antifaschistinnen vorgestellt. Input von Martha Metzger, Mitfrau im Frauenzentrum Augsburg und in der VVN-BdA

13 – 14 Uhr: zwei Workshops zeitgleich, klick für Details

Oben Ohne Kollektiv:
Austausch zu Körper im Faschismus: Widerstand und Perspektiven

In einem gemeinsamen Austausch setzen wir uns mit der Verbindung zwischen Körper, Sprache und dem Aufkommen faschistischer Ideologien auseinander. Wir beleuchten, wie das Patriarchat und der Faschismus miteinander verflochten sind und diskutieren, inwiefern eine antipatriarchale Gesellschaft auch antifaschistisch ist. Unter dem Framing „Verletzliche Körper“ erforschen wir, wie Körper im Faschismus bewertet und kontrolliert werden. Unser Ziel ist es, nicht nur auf bestehende Probleme hinzuweisen, sondern Perspektiven für den Widerstand zu entwickeln.

Medical Students for Choice:
Was jeder über Schwangerschaftsabbrüche wissen sollte

Nach einem kurzen Crashkurs über die Anatomie von Uterus, Vulva, Vagina, etc. geben wir euch einen Überblick über den Schwangerschaftsabbruch – von der rechtlichen Lage, über den konkreten Ablauf mit medizinischem Hintergrund bis hin zur Versorgungsproblematik. Wir möchten damit allen Teilnehmenden das vermitteln, was unserer Meinung nach jeder über den Schwangerschaftsabbruch wissen sollte; egal, ob man selbst (ungewollt) schwanger werden kann oder nicht.

14 – 15 Uhr zwei Workshops zeitgleich, klick für Details

GEW: Gewerkschaftlicher Widerstand gegen Faschismus

Wir beleuchten die Rolle von Gewerkschaften in antifaschistischen Kämpfen. Basierend auf die Geschichten verschiedener Antifaschistinnen arbeiten wir Erkenntnisse für die heutige Praxis gemeinsam heraus.“

SOS Humanity:
Retten statt Rechtsruck: Zivile Seenotrettung in Zeiten rechter Abschottungsdiskurse

Mehr als 28.000 Menschen haben seit 2014 ihr Leben im zentralen Mittelmeer verloren. 28.000 Menschen mit individuellen Geschichten – aber alle mit denselben grundlegenden Menschenrechten. Während faschistische Kräfte in Deutschland und Europa derzeit versuchen, die Entrechtung marginalisierter Gruppen immer weiter voranzutreiben, wird eine starke und solidarische Zivilgesellschaft immer wichtiger. Wir wollen Euch daher die Möglichkeit geben, mehr über die zivile Seenotrettung im zentralen Mittelmeer – eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt – zu lernen und Raum für eure Fragen und Diskussionen bieten“ Referentin: Sarah B., Studentin & zivile Seenotretterin Trigger-Warnung: Tod; Folter; physische, psychische & sexuelle Gewalt; Sklaverei

15:15 – 15:45 Uhr:

offene Probe des Corner Chors, der Augsburger Flinta*-only-Chor mit den Hits „Periode“ oder dem Song zu Mietenwahn und Wohnungsnot.

Ab 15 Uhr veganer & glutenfreier Eintopf

Das Kochkollektiv Knoblauchfahne verpflegt uns mit heißem Eintopf auf Spendenbasis – solange der Vorrat reicht.

Ab 16 Uhr Konzerte

16:00 – 16:30 Uhr Maria Moctezuma
16:30 – 17:00 Uhr Gündalein

Durchgehende Aktionen & Infostände, klick für Details 

Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen/Feminist*innen & Frauenzentrum: Infostand zu feministischen Ideen im Wandel der Zeit

Zusammen mit den Besucher*innen wollen wir charakteristische Begriffe aus 45 Jahren feministischer Geschichte sammeln und diskutieren.

Feministisches Streikkomitee & andere: Bastel- und Infostände

Linksjugend: interaktive Stellwand zu feministischen Utopien

Feministische Utopien erkämpfen! „Was wollt ihr denn noch?“ Diese Frage wird Feminist*innen seit über 100 Jahren gestellt und nach jeder (Teil-)Umsetzung ihrer Forderungen entgegen geworfen. Wahlrecht, Lohngerechtigkeit, Gleichstellung? Wir sagen: All das und mehr! Patriarchale Strukturen sind nach wie vor allgegenwärtig und gerade in den letzten Jahren ist ein Erstarken rechter antifeministischer Bewegungen zu beobachten. Vor diesem Hintergrund fällt Feminismus nicht vom Himmel. Gleichzeitig glauben wir fest daran, dass eine andere Zukunft möglich ist, wenn wir sie nur in Angriff nehmen. Um dies zu verdeutlichen, wollen wir eine feministische Utopiewand gestalten, die allen die Möglichkeit gibt, ihre persönlichen feministischen Kämpfe sowie ihre Visionen einer feministischen Utopie zum Ausdruck zu bringen. Wir freuen uns auf den Austausch und die Diskussion mit euch. Denn gewinnen können wir am Ende nur gemeinsam! Unsere Idee wäre also mit einer interaktiven Stellwand und einem kleinen Infostand evtl auch mit Sitzmöglichkeiten präsent zu sein. Unser Logo findet ihr im Anhang. Meldet euch gerne, wenn ihr noch Fragen habt! Wir freuen uns schon sehr!

mehr*kollektiv: interaktives Kunstwerk „feministischer Spaß mit Dosen“

Verändern statt konservieren: Gemeinsam mit euch gestalten wir ein interaktives Kunstwerk aus lebensmittelechtem Weißblech.

Vintage & Krätze: Kleidertausch

Work around 6: Infotafel zu (Zwangs-) Prostitution im NS-Faschismus – eine vergessene Geschichte

Den Platz für Feminismus nutzen wir dieses Jahr, um Schlaglichter auf einen vergessenen Teil der deutschen Geschichte zu werfen: den Umgang des NS-Regimes mit Prostitution und dem Schicksal der Deportierten in den sogenannten „KZ-Bordellen“. Wir sind Workaround6, eine offene Diskussionsgruppe, die sich monatlich kritisch mit den Themen Sexualität im Allgemeinen und konkreter im Bereich der Sexarbeit / Prostitution und der Sexindustrie im Generellen auseinandersetzt. Wir stellen eine Infotafel auf dem feministisch besetzen Platz auf und hoffen so die Schicksale von den betroffenen Frauen und queerer Menschen sichtbar zu machen.

Kinderbetreuung

Komm gern mit deinen Kids. Unsere Kinderbetreuung bespaßt die Kinder, während du an einem Workshop teilnimmst oder dich an den Ständen umschaust.

Awareness-Konzept auf dem Platz

Es gibt vor Ort ein Awareness-Team, das du jederzeit kontaktieren kannst, wenn du Redebedarf hast oder Unterstützung benötigst. Wir sind an unseren bunten Warnwesten erkennbar. Jeder Impuls zu uns zu kommen ist wichtig und darf befolgt werden. Melde Dich bitte lieber einmal zu viel als einmal zu wenig! Du bestimmst deine eigenen Grenzen und entscheidest, was für dich eine Überschreitung darstellt und auf welche Weise du Unterstützung benötigst. Der ausgewiesene Bereich, welcher dem Awareness-Team zur Verfügung steht, bietet die Möglichkeit, gemeinsam dein Anliegen zu bearbeiten.

Aufruf zur Kundgebung und Demo

Antifaschistisch geht nur feministisch! Feministisch kämpfen jetzt!

Kommt am 8. März um 16 Uhr auf den Augsburger Rathausplatz – wir gehen auf die Straße gegen Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt, denn: Feministisch kämpfen heißt gegen Faschismus kämpfen!

Zieht mit uns vom Rathausplatz zur blauen Kappe über den Kennedy-Platz am Theater und zurück zum Rathausplatz!

Barrierefreiheit auf der Demo

Bei Bedarf, gibt es die Möglichkeit, an dem Demozug in einem von uns gestelltem Fahrzeug teilzunehmen. Eine Kinderbetreuung wird es ebenfalls geben.

Der Demozug wird von einem Awareness-Team begleitet, das ihr an bunten Westen erkennen könnt.

Es gibt Dolmetscher*innen in deutscher Gebärdernsprache für die Redebeiträge und Demoverpflegung bei der Abschlusskundgebung durch das Kollektiv Knoblauchfahne.

Antifaschistisch geht nur feministisch – feministisch kämpfen jetzt!

Aufruf zur Demonstration am Feministischen Kampftag, dem 8. März 2024

Zunehmender Fremdenhass, Transfeindlichkeit, Verschärfung des Asylrechts und Geheimtreffen zur Planung von Deportationen – rechtes Gedankengut und menschenverachtende Politik greifen wieder um sich. Linke und feministische Gruppen kämpfen schon lang gegen Rechts, denn:

„Wir-gegen-die-anderen“ ist uns zuwider! Unsere linke Bewegung lässt sich nicht spalten! Faschistische, neonazistische, rechte Hetze hat in unseren Utopien keinen Platz!

Komm zur Demonstration auf den Rathausplatz!
Freitag, 8. März 2024, 16 Uhr

Feministisch kämpfen heißt gegen Faschismus kämpfen! Am Feministischen Kampftag gehen FLINTA*-Personen auf der ganzen Welt gegen Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt auf die Straße. FLINTA* steht für Frauen, lesbische, inter, nicht-binäre, trans, agender und alle anderen Personen, die nicht ins patriarchale Weltbild passen.

Unser Feminismus richtet sich gegen ein Weltbild, in dem die vermeintlich Starken „besser“ sind als die vermeintlich Schwachen; in dem die Stimmen von Reichen mehr zählen als die der Armen; in dem ein Mensch mit Hochschulabschluss mehr wert ist als ein Mensch an der Supermarktkasse. Unser Feminismus ist deswegen schon lange antifaschistisch!

  • Wir kämpfen für eine Welt, in der alle Menschen gleich viel wert sind.
  • Wir kämpfen für eine Welt, in der wir unsere Leben solidarisch organisieren statt egoistisch und auf dem Rücken anderer.
  • Wir kämpfen für eine Welt, in der unbezahlte Sorgearbeit die Aufgabe aller Menschen ist und nicht abhängig vom Geschlecht.
  • Wir kämpfen für eine Welt, in der alle Menschen und insbesondere Frauen und Queers ihr Leben frei leben können, ohne konservative Rollenbilder und Unterdrückung.
  • Wir kämpfen für eine Welt, in der Politik auf wissenschaftlichen Fakten und nicht auf Angst beruht.
  • Wir kämpfen für eine Welt, in der nicht wieder sagbar wird, was zur Vernichtung von Jüd*innen, Sint*izze, Rom*nja, körperlich und geistig Beeinträchtigten, queeren Menschen, politischen und geistlichen Gefangenen, Kommunist*innen und unzähligen Kriegsopfern geführt hat.

Deswegen ist unser Antifaschismus feministisch. Er ist eine Kampfansage gegen alle rechten, neofaschistischen und neonazistischen Bewegungen. Er ist eine Kampfansage an das patriarchale System.

  • Denn Patriarchat, Faschismus und Kapitalismus bedienen sich der Ungleichheit von Menschen, um Macht für wenige zu sichern.
  • Patriarchale und rechte Strukturen teilen die Abwertung von Frauen, leugnen die Existenz von lesbischem, inter, nicht-binärem, trans, agender und sonstigem Leben, das nicht in das heteronormative Weltbild passt.
  • Und: Patriarchat und rechte Ideologie behaupten, sich für den „kleinen Mann“ einzusetzen. Dabei schaden sie durch ihre toxischen Männlichkeitsideale auch cis Männern.

Unser Feminismus stellt sich an die Seite von Menschen, die in unserer weißen Mehrheitsgesellschaft täglich von Diskriminierung betroffen sind: von Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und jeder Art von Fremdenhass. Die betroffen sind von Sexismus, Misogynie, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit und allen Formen von geschlechtlicher Diskriminierung. Die betroffen sind, von Abwertungen in Bezug auf Bildung, Beruf, Status, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung.

Kommt zum Feministischen Kampftag am 8. März! Lasst uns sichtbar und hörbar werden! Und lasst uns am 2. März Banden bilden um gemeinsam für unsere feministischen Utopien und gegen Rechts kämpfen zu können!

Flinta*-Rave im City Club, Augsburg

Acid House, Dub Techno und Trance. Line-up:  P-T2 vom Wut-Kollektiv aus München, Djonni Laser aus Augsburg und viele weitere Acts.

Clubnight ohne Sexismus! Wir feiern heute ohne Macker! Beim Flinta*-only-Rave bleiben ungefragtes Grabschen, sexistische Anmache, unangenehme Blicke, grenzüberschreitendes und abwertendes Verhalten draußen!

Wir feiern gemeinsam in den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

H2: Safer Party-Space für Flinta* am 24.11.2023

Datum: Freitag, 24.11.2023Location: City Club, Konrad-Adenauer-Str. 9

Line-up im Club
Ab 23:30 Femme Fatale (Hip-Hop)
Ab 0:30 Djonni Laser (Deep Techno)
Ab 01:30 P-T2 (Acid Techno)
Ab 03:30 Drischa (Trance)

City Café: Musik von Tante C

Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und diese Nacht ist unsere Nacht. Wir schaffen einen Safer Space für Flinta*s, an dem sich hoffentlich alle wohlfühlen. Ein Awareness-Team ist den gesamten Abend anwesend und ansprechbar.

H3: Warum ein Flinta*-only Rave?

Fakt ist: Jede vierte Frau erlebt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt. Nicht nur, aber auch im Club. Die Studien beruhen auf dem binären Geschlechtermodell, teilen also Befragte in Männer und Frauen ein. Studien zeigen auch, dass Personen, die nicht dem Bild „der Mehrheitsgesellschaft“ entsprechen, tendenziell häufiger von Übergriffen betroffen sind. Menschen also, die in Bezug auf Hautfarbe, Geschlechtsidentität, ethnische Zugehörigkeit nicht dem weißen Ideal entsprechen.

Das ist ungerecht! Das ist ein strukturelles Problem!

Wir dulden diese Grenzüberschreitungen nicht mehr. Wir nennen den vorherrschenden Sexismus bei seinem hässlichen Namen auch wenn ihn keiner hören will. Wir stellen uns gegen das Machtgefälle zwischen Cis-Männern** und Flinta*s – denn es ist ein Grund für die Gewalt, die wir alle erfahren. Flinta*-only ist ein Zeichen: Cis-Männer** müssen heute draußen bleiben! Müssen draußen bleiben, so wie viele Türen für Flinta*-Personen durch das Patriarchat eingeschränkt werden: durch Diskriminierung, Objektivierung, Unterdrückung, schlechtere Bezahlung, Ignoranz.

H3: Was bedeutet Flinta*-only an diesem Abend?

Der City Club wird an diesem Abend nicht für Cis-Männer** offen sein. Im City Café könnt ihr an diesem Abend als Allies feiern – und Flinta*s den Club überlassen. Seid solidarisch und zeigt, dass auch ihr übergriffiges Verhalten nicht duldet. 

*Der Stern steht stellvertretend für die Personen, die nicht Cis-Männer** sind, aber sich keinem der Flinta-Kategorien zugehörig fühlen.
**Personen, denen bei Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und sich auch selbst als Mann identifizieren.

Take Back The Night Demo am 15.06.2023

Demonstration gegen patriarchale, konservative und sexualisierende Strukturen!

Am Donnerstag, dem 15. Juni 2023, holen wir uns die Nacht und die Straße zurück:

  • Wir, sind es leid, dass Geschlechterrollen und Machosprüche uns das Feiern vermiesen.
  • Wir sind es leid, dass Frauen, inter, non-binary, trans, agender sowie Personen, die nicht in die heteronormative Clubwelt passen, auf dem Heimweg verfolgt, bedrängt, belästigt werden.
  • Wir sind es leid, dass Künstler*innen wie Drag Queens von konservativen Kräften vorgeschrieben bekommen, welche Auftrittsorte für sie angemessen sind.
  • Wir sind es leid, dass Künstler*innen und Musiker*innen auf den Bühnen und in den Clubs von Augsburg noch immer unterrepräsentiert sind, weil der Mainstream eine Pimmelparty ist und es offenbar auch bleiben will.

Kommt zur Take Back The Night Demo am 15. Juni 2023
20 Uhr | Ulrichsplatz | flinta* only

Wir wollen Flinta* Personen sichtbar machen! Deshalb ist unsere Demo flinta* only. Das bedeutet, dass sich Frauen, lesbische, inter, non-binary, trans, agender und alle anderen Personen außerhalb des binären Geschlechtersystems den Raum nehmen, der ihnen zusteht.

Die Grundsätze unseres Awareness-Konzepts sind einzuhalten! Mackertum, Rassismus, Homo- & Transfeindlichkeit, übergriffiges Verhalten oder sonstige Diskriminierungsformen haben hier keinen Platz – entsprechendes Verhalten führt sofort zum Platzverweis.

Kennt ihr diese Situationen? Dann holt euch mit uns die Nacht zurück!

„Ich habe Konzertkarten gekauft. Ich will in Vorfreude, auf einen Abend unter Gleichgesinnten, den Alltag hinter mir lassen und die Musik genießen. Ich habe Konzertkarten gekauft und freue mich seit Wochen auf diesen einen Abend mit meiner Lieblingsband. Und trotzdem weiß ich: Dieser Abend kann ganz schnell kippen. Denn viel zu oft kaufe ich Konzertkarten und bekomme sexistische Kackscheiße obendrauf.“ Konzerte und Veranstaltungen in alternativen Szenen sind nur vermeintlich sicherer: Mackerhaftes Verhalten, Queer- und Transfeindlichkeit sowie Übergriffe passieren überall.

Erzählt uns nichts von den „richtigen Bands“ und durchlöchert uns nicht mit nervigen Fragen, weil wir Merch von eurer Lieblingsband tragen. Hört auf uns in unangenehme Monologe in Warteschlangen zu verwickeln! Ihr wiederholt euch – das langweilt uns! 

Wir haben genug von: „Kann ich nix dafür, wenn es zu wenig gute Künstlerinnen gibt. Wir würden die schon buchen.“ Einige Veranstalter können oder wollen einfach nicht über ihren Tellerrand schauen. Viel zu oft greift das sogenannte Ähnlichkeitsprinzip: Dudes buchen andere Dudes. Wir haben genug von dieser „Buddykultur“! 

Take Back The Night: Was wir fordern!

Wir wollen mehr queere und weibliche Künstler*innen auf Bühnen! Wir wollen mehr Flinta*s hinter und vor dem DJ-Pult! Und wir wollen eine Gesellschaft, in der Drag Queens & Drag Kings Kindern vorlesen dürfen, ohne dass konservative Politiker*innen „Kindswohlgefährung“ rufen und damit auch noch Wahlkampf führen können. 

Zeigt euch solidarisch feministisch – nicht nur, wenn ihr dabei cool ausseht und Pluspunkte erntet, sondern auch, wenn ihr dafür Gegenwind bekommt. Wir brauchen keine Beschützer, die uns ungefragt aus dem Moshpit retten. Verteidigt euch und eure Kumpels nicht mit „Wir sind ja nicht so welche!“ – seid ruhig und hört euren Freund*innen zu!

Nachtleben sicherer & gerechter machen

Solange das Nachtleben nicht sicher für alle Frauen, queere und Transpersonen ist, ist keine von uns sicher. Niemand sollte auf einem Konzert Angst haben müssen. Darauf haben wir ein Recht! Wir wollen ein Awareness-Konzept, das Konzerte und Clubbesuche für alle sicherer macht. Wir kämpfen gemeinsam mit viele anderen feministischen Initiativen für alle, die aus dem Nachtleben verdrängt werden. Wir wollen tanzen. Ohne Sorgen. Und deswegen holen wir uns die Nacht zurück! 

Kommt zur Take Back The Night Demo am 15. Juni! Gemeinsam tanzen wir vom feministischen Streikkomitee mit euch durch die Augsburger Innenstadt!

Lasst uns feministisch gegen Gewalt an FLINTA* kämpfen, ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen und die Nacht zurückerobern!

Abschließend: Keine Band, keine Veranstalter*in, kein Clubkollektiv kann garantieren, dass Shows oder Parties nicht von toxischen Arschlöchern besucht werden. Deshalb achtet auch aufeinander! Schaut nicht weg, wenn was passiert! Seid aufmerksam! Dein Körper gehört dir. Das heißt, du entscheidest, wer diesen Körper, DEINEN Körper, wann und wie anfasst. Egal ob während des Konzerts, in der Warteschlange vor der Bar oder später auf dem Weg nach Hause.

Ausstellung im Grandhotel Augsburg

„Was würde dir helfen?“ – „Solidarität“ Fotoausstellung zu Care-Gerechtigkeit!

Faces of Moms* und das Feministische Streikkomitee rücken Fürsorge als unbezahlte Care-Arbeit in den Fokus. Mit wenigen Ausnahmen leisten weiblich gelesene Personen weltweit mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer, unabhängig davon, ob sie noch zusätzlich einer Berufstätigkeit nachgehen oder nicht. Und dies bedeutet für die meisten Mütter und primären Sorgepersonen strukturelle Ungleichheit.

In Fotografien von Alltagssituationen, Plakaten, Zitaten, Demobannern und Schildern zeigen die Fotografin Natalie Stanczak und die feministischen Aktivist*innen den Kampf um Sichtbarkeit. Sorgearbeit muss gesehen werden! Und Sorgearbeit braucht Solidarität – denn das ist der erste Schritt zu mehr Gerechtigkeit für Care-Arbeitende – egal, ob bezahlt oder unbezahlt!

Wann übernimmst du Verantwortung? Wann bist du solidarisch?

Ausstellung im Café des Grandhotel Cosmopolis bis 10. Juni 2023
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 – 22 Uhr

Midissage am Freitag, 12.05.2023, 19 Uhr
Gespräch zu Solidarität & Care-Gerechtigkeit mit Melinka Karrer

Wir müssen über Macht sprechen!

Zum Augsburg Journal Reporter Beitrag „Zehn Macherinnen zum Weltfrauentag“

„Weltfrauentag? Haben wir das ganze Jahr!“ schreibt die kostenlose Zeitung „Augsburg Journal Reporter“. Die Begründung dieser These: Augsburg sei die bayerische Stadt mit den meisten weiblichen Spitzenkräften.

Dieser Einstieg suggeriert, dass nur am Weltfrauentag, Frauen das Sagen haben. Der Weltfrauentag oder, wie wir ihn nennen, der Feministische Kampftag ist nicht dazu da, ein einzelnes Blitzlicht auf die Leistungen von Frauen zu werfen. Sonst wäre er nur Symboltag ohne Einfluss.

Top Ten Frauen: weiß, privilegiert, leistungsbereit

Aber weiter im Text: Wer sind die Top Ten zum Frauentag? Weiße Frauen in einflussreichen Positionen, die den Lesenden Tipps geben wie „Machen! Wirklich, es ist dieses einfach machen!“ und „Gebt nicht auf, ihr müsst stets einmal mehr aufstehen als hinfallen.“ Diese neoliberale, protestantische Geschichte von der lohnenden Leistung – zum Kotzen. Unter den „Macherinnen an der Macht“ ist neben der Oberbürgermeisterin, der Universitätspräsidentin und einer Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse auch Susanne Wiegand, CEO der Renk Group, die in der Titelgeschichte als Heldin der Rüstungsindustie gefeiert wird.

CEO eines führenden Rüstungsunternehmens – natürlich nicht in High Heels

Ihr Porträt als Führungskraft kommt natürlich nicht ohne sexistische Klischees aus: Nach der Schilderung ihrer Frisur und ihrer Kleidung folgen die Schuhe: „Dazu flache Schuhe natürlich. Denn Wiegand ist eine der wichtigsten deutschen Rüstungs-Managerinnen. Dazu passen keine High Heels“. Als ob weibliche CEOs natürlich in High Heels unterwegs wären – sind sie doch das einzig wahre Zeichen weiblicher Macht.

Der Artikel besteht aus verschiedenen Zitaten, die die CEO anderen Medien gegeben hat, unter anderem „Manchmal bin ich die einzige Frau in Besprechungsrunden. Das ist ein Privileg.“ Diese Form des Journalismus ist dazu prädestiniert, Aussagen aus ihrem Zusammenhang zu reißen und ein unklares Bild einer Person zu hinterlassen: Was ist ein Privileg? Dass sie als Frau an den Verhandlungstisch gelassen wird? Als Auszeichnung für ihren Fleiß bzw. ihre Leistung? Dass sie in ihrer Art den männlichen Verhandlungspartnern gleicht?

Problematisch ist außerdem, dass der Artikel Wiegand als Prophetin des gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses feiert: Seit Mai 2021 setzte sie als CEO bei Renk angeblich konsequent auf den Ausbau der Rüstungssparte „und lag damit richtig“. Denn der russische Einmarsch in die Ukraine veränderte laut Augsburg Journal Reporter das Image der Rüstungsindustrie: „Die Rüstung, das war eben immer die böse Ecke der deutschen Industrie“. Und zitiert wieder Wiegand: „Das ist seit Februar 2022 anders: Auf einmal sind wir notwendig geworden.“

Wir kritisieren

  1. den fehlenden Kommentar zur Auswahl von ausschließlich weißen, privilegierten Frauen
  2. die unreflektierte Erzählung des „Einfach machens“ als Schlüssel für Erfolg als Frau bzw. Erfolg in dieser Gesellschaft
  3. die Stilisierung von erfolgreicher Weiblichkeit ausschließlich im Zusammenhang mit Macht und Profit.
  4. das Loblied auf „den richtigen Riecher“, um mit Krieg Geld zu verdienen, während in Krisengebieten die Fälle von geschlechtspezifischer Gewalt wie Vergewaltigungen explodieren.

Feministischer Kampftag: 8. März 2023 Rathausplatz Augsburg

  1. Eröffnungskundgebung Rathausplatz: internationale Kämpfe
  2. Zwischenkundgebung St. Ulrich: anti-sexistische Kämpfe
  3. Zwischenkundgebung City Galerie: anti-kapitalistische Kämpfe
  4. Abschlusskundgebung Rathausplatz: Arbeitskämpfe

Eröffnungskundgebung Rathausplatz

Feministisches Streikkomitee Augsburg (F*streik Aux)

Die Krisen stecken im System!

Das diesjährige bundesweite Motto der feministischen Streiks & Demos zum 8. März. Unsere Antwort auf die multiplen Krisen der Systeme: Feministisch streiken weltweit!

Von der Evakuierung eines Augsburger Altenheims bis zur Schließung der Bobinger Geburtshilfe – die Krise des Gesundheitssystems ist real. Die Konflike in den nur ohnehin spärlich vorhandenen Unterkünften für Geflüchtete spitzen sich nicht erst durch den Krieg in der Ukraine zu. Die Energiekrise trifft unterdessen vor allem Augsburger Geringverdienende, darunter vor allem Alleinerziehende. Wir wissen: Die Krisen stecken im System! Wir wissen: Kapitalismus und Patriarchat sind dafür verantwortlich! Wir wollen das nicht hinnehmen! Wir streiken!

Welche Menschen wohnen in Alten- und Pflegeheimen, in denen oft unmenschliche Zustände herrschen? 61,6 Prozent sind Frauen. Welche Menschen arbeiten in der Pflege mit teilweise untragbaren Arbeitsbedingungen? Etwas mehr als drei von vier Pflegefachkräften sind Frauen. Welche Menschen gehören zu denjenigen, die am Existenzminimum leben? 17,5 Prozent der deutschen Frauen waren 2021 von Einkommensarmut betroffen, im Gegensatz zu 15,7 Prozent der Männer. Auch bei den Geringfügigbeschäftigten ist der Anteil der Frauen größer als der der Männer. Und im Alter rächen sich außerdem die sogenannten „unterbrochenen Erwerbsbiographien“ von Frauen: Alleinstehende Frauen über 65 gelten zu 20 Prozent als arm und das liegt an häufigerer Teilzeitbeschäftigung und Verdienstausfall durch Kinder- und Angehörigenpflege.

Wir sprechen von Frauen, weil die Daten nur weiblich gelesene Personen erfassen. Dennoch ist klar, dass auch andere nicht als männlich wahrgenommene Personen – FLINTAs – die Benachteiligten in diesem System sind. FLINTAs meint Frauen, lesbische, inter, nicht-binäre, trans, agender Personen und alle, die nicht in die binäre Logik der cis-männlich dominierten Welt passen. Darunter auch Schwarze Personen, Menschen der BIPOC Community. Ebenso Menschen, die sich nicht der Verwertungslogik der kapitalistischen Welt unterwerfen können oder wollen. Am meisten trifft es die, die zu mehreren der genannten Kategorien gehören. BIPOC steht für Black, indigenious people of colour, also Menschen, die nicht weiß sind. 

Wir sagen Nein zu diesem männlich dominierten System? 

Auf der ganzen Welt rebellieren FLINTA-Personen gegen die Unterdrückung durch patriarchale und kapitalistische Systeme: gegen die Kriege, die die Herrschenden auf dem Rücken der Bevölkerung austragen; gegen die Klimakatastrophe, die von zu vielen Entscheidungsträger*innen noch geleugnet, ignoriert oder befeuert wird; gegen rechte Kräfte, die mit ihren rückwärtsgewandten, menschenverachtenden Ideologien immer mehr Macht auf sich vereinen. 

Der Slogan „Jin Jiyan Azadi“ (Frauen Leben Freiheit) der revolutionären kurdischen Bewegung hallt aktuell durch die von Frauen angeführte Revolution im Iran in der ganzen Welt wider: von Lateinamerika über Rojava (Nord-Ost-Syrien) und Teheran bis nach Europa! Als lautes Zeichen gegen die Einschränkung und Verweigerung von Menschenrechten. Gemeinsam kämpfen wir die feministischen Kämpfe für eine Gesellschaft, in der ein gutes Leben für alle möglich ist. Gemeinsam kämpfen auch wir gegen Geschlechterungerechtigkeit, für sexuelle und körperliche Selbstbestimmung und für „eine Welt, in die viele Welten passen“ – wie die Zapatista-Bewegung es ausdrückt.

Wir, das Feministische Streikkomitee Augsburg, solidarisieren uns mit den feministischen Kämpfen weltweit und mit denen vor unserer Haustür. Die Krisen stecken in den Systemen! Sie sind hausgemacht und wir haben es in der Hand, diese Ungerechtigkeiten zu beenden!

Wir fordern:

  • Bezahlte Care-Arbeit, denn systemrelevante Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Freund*innen, aber auch Fürsorge gegenüber sich selbst darf nicht zur Überlastung bzw. zum existenziellen Nachteil werden.
  • Keine Profite mit Gesundheit & Care! Die Probleme im Gesundheitswesen entstehen nicht zuletzt durch die Privatisierung von Gesundheitseinrichtungen, die mit Sorge-Arbeit Geld verdienen müssen und die Profite über das Wohlergehen der Patient*innen stellen. 
  • Schutz vor Gewalt & eine sichere Unterkunft bei Gefährdung. Die Plätze in den Frauenhäusern des Bezirks kommen bei weitem nicht an die gesetzlichen Vorgaben heran. FLINTAs in Geflüchtetenunterkünften benötigen besondere Schutzangebote. Zudem mangelt es an Schutzräumen und Beratungsstellen für Queers und trans Personen.
  • Bleiberecht für alle, denn kein Mensch ist illegal. Fluchtgründe dürfen nicht über das Bleiberecht und den Wert eines Menschen entscheiden. Zumal viele Menschen durch den Klimawandel ihre Existenzgrundlage verlieren werden, wodurch sogenannte Wirtschaftsfluchtbewegungen drastisch zunehmen werden.
  • Sichere medizinische Versorgung für Schwangere, Gebärende & Personen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Personalnot und Klinikschließungen gefährden dieses Menschenrecht in der Region sowie in ganz Deutschland!   
  • Zeit & Möglichkeit für politische Teilhabe! Überlastung durch Lohn- oder Care-Arbeit, Sprachbarrieren oder das Gefühl der politischen Machtlosigkeit dürfen Menschen nicht von einer aktiven Beteiligung abhalten.  · politische Unterstützung für politisch verfolgte Aktivist*innen, FLINTA & LGBTQIA+ Personen im Iran, in Afghanistan, Kurdistan, Rojava über die Solidaritätsbekundungen hinaus

Feministisch streiken weltweit: das ist unsere Antwort auf Patriarchat und Kapitalismus. Für eine Welt, in der alle ein gutes Leben führen können – das ist unsere feministische Utopie. 

FLINTA weltweit kämpfen für diese Utopie. Doch sie kämpfen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. 

Das Aktionsbündnis JinJiyanAzadi_Aux spricht über die Bedingungen der mutigen Menschen im Iran, die für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen.

Im Anschluss daran spricht Lea für ZAM e. V., dem Zusammenschluss Augsburger Migranten(selbstorganisationen) über Solidarität im Konkreten.

Dilan von Yeni Kadin Plattform Augsburg rückt anschließend die feministischen Kämpfe in der Türkei in den Fokus.

Jinjiyanazadi_aux

Am feministischen Kampftag wollen wir FLINTA feiern, die für gleiche Rechte sowie für die Verwirklichung eines demokratischen Systems kämpfen. Nach fünf Monaten der Jina- Revolution wollen wir einen Blick auf die endlosen Kämpfe der Personen im Iran, auch schon vor 2022, werfen.

Die Frauenbewegung bildete sich schon vor der islamischen Revolution von 1979 und reagierte auf die nicht gleichberechtigte Geschlechterverhältnisse. Nach 79 bildeten sich vermehrt Bündnisse, wodurch die Bewegung enorm wuchs, denn FLINTA wurden stärker unterdrückt denn je. Um den politischen Aktivismus lahmzulegen, wurden sie durch das Regime inhaftiert, gefoltert und zu erzwungenen Geständnissen im nationalen Fernsehen gebracht.

In den 80er Jahren, als Gott für das Regime das Größte war und als die Mütter von Khavaran in den Wartezimmern versammelt waren, um die Habseligkeiten ihrer hingerichteten Kinder abzuholen, verbündeten sie sich und begannen den ewigen Kampf gegen die Herrscher der Islamischen Republik, bis zu ihrem letzten Atemzug.

Sie prangerten die Islamische Republik für Inhaftierung, Folter und Hinrichtung der politischen Aktivist*innen an.

Die Studentenbewegung und die Zunahme der Präsenz von FLINTA an Universitäten in den 90er und 2000er Jahren brachte die Bewegung in eine neue Phase – die Verfassung und frauenfeindlichen Gesetze werden kritisiert.

Der Unterdrückungsapparat und unterstützende extremistische Gruppen nehmen zu Serien an Säureangriffen in der Stadt Isfahan, Messerangriffe und mysteriöse Morde an FLINTA und die kürzlich großangelegten Chemiegas Angriffe auf Mädchenschulen sind Beispiele für den ungehinderten Terrorismus durch die Verbündeten des Regimes mit dem Ziel, der Gesellschaft Unsicherheit und Angst einzuflößen und Frauen zurück in die Position von „Kinder, Küche, Religion“ zu drängen, zusätzlich zu den Einschränkungen, die die Verfassung und das islamische Strafgesetzbuch für FLINTA vorsehen.

Die Unterdrückung hört nicht auf und dennoch funktioniert sie nicht mehr, der gesellschaftliche Wandel, der nicht mehr mit dem aktuellen Regime und seinen Traditionen und Gesetzen vereinbar ist, ist sichtbar: FLINTA sitzen in Umwelt-NGOs, Sozialwerken und LGBTQI- und Menschenrechts-NGOs

Wir wollen deutlich machen: Schon vor der Revolution unter dem Leitsatz „Frau, Leben, Freiheit“ gab es viele Beispiele von Rebellionen durch Frauen gegen das System.

Hier ist zu erwähnen dass der Leitspruch der Revolution Jin Jiyan azadi, also Frau Leben Freiheit, Grundlage, Leitidee und Parole der kurdischen Freiheitsbewegung ist. Diese hat den Ansatz, dass eine Gesellschaft nur so frei sein kann, wie es die Frauen in dieser Gesellschaft sind.

Der Tot von Jina Mahsa Amini war der Auslöser einer neuen Bewegung für die Rechte von FLINTA und die aktuellen versuche, die Bewegung zum Schweigen zu bringen zeigen erneut den tiefen Hass des Regimes auf FLINTA. Dieses System kann nur durch die Unterdrückung überleben.

Es ist offensichtlich, dass die Protest- und Frauenbewegung im Iran, sich nicht länger der islamischen Diktatur beugt, und früher oder später wird sie siegen und zu einem neuen Modell in der Welt für den Kampf um die Menschenrechte werden.

ZAM e. V.

Wir verbünden uns mit den kurdischen und Iranischen FLINTA, die eine Perspektive auf einen Sturz des Regimes und einen Wandel des Systems überhaupt erst eröffnet haben.

Wir verbünden uns mit den kurdischen Freiheitskämpferinnen und Frauen in Rojava, die den Kampf gegen Sexismus und Patriarchat als wichtigsten Kampf ansehen und allen eine Perspektive bieten, die nach einer Welt streben, die auf die Befreiung der Frau, auf ökologischen Prinzipien und sozialistischen Werten beruht.Sie wollen eine Perspektive bieten, wie sich eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung selbst organisieren kann.

Wir verbünden uns mit den Frauen in Afghanistan, die gegen die Vorschriften der Taliban, die Frauen und Mädchen daran hindern, ihre grundlegenden Rechte auf Meinungsäußerung, Freiheit und Bildung wahrzunehmen, gegen dieses Regime auf die Straße gehen, trotz Angst vor Verhaftung, Folter und Mord.

Wir verbünden uns mit den feministischen Kämpfen in Lateinamerika, die neben den klassischen Kämpfen des Feminismus wie dem Recht auf Abtreibung, gegen patriarchale Gewalt und politische Partizipation eine radikale Infragestellung des neoliberalen Kapitalismus z.B. in Chile kämpferisch einfordern.

Wir verbünden uns mit allen feministischen Kämpfen weltweit, die gegen die Unterdrückung und für Gleichberechtigung kämpfen.

Ich bin nicht frei, solange noch eine einzige Frau unfrei ist, auch wenn sie ganz andere Ketten trägt als ich!

Audre Lorde

Yeni Kadin Plattform Augsburg

Hallo liebe Frauen und liebe Genossinnen

Merhaba, kizkardeslerimiz
Hevale delal, Serseran Sercavan

Heute überall auf der Welt gehen die Frauen gegen das Patriarchalische kapitalistische System auf die Straße.
Der 8. März ist ein Aufruf zum Widerstand.
Der 8. März ist der Kampf um die Rückeroberung unserer Rechte und Freiheiten, die uns genommen/gestohlen wurden.
Der 8. März ist der Kampf, um die Umschreibung der Geschichte mit einem weiblichen Geschlechterbewusstsein.
Der 8. März ist ein Widerstand und Kampf gegen die patriarchalische Gesellschaft.

Eine Gesellschaft, welche Frauen unterdrückt, versklavt, ihre Arbeitskraft ausbeutet und sie zum zweiten Geschlecht macht. Mit der aktuellen wirtschaftlichen Krise und den steigenden Preisen hat sich die Verarmung drastisch zugespitzt. In dieser Krise steigt auch das Gewalt Potenzial gegenüber Frauen und Kindern genauso der Rassismus und der Sexismus.

Gewalt gegen Frauen ist zu einer Femizide geworden. Tagtäglich verlieren weltweit fast 150 Frauen ihr Leben durch männliche Gewalt. Männliche Gewalt, wegen der wir unser Blick auch seit Wochen in den Iran richten.

JINA AMINI wurde zum Symbol des Freiheitkampfes, und mit JINA AMINI erhebt sich nun ein SLOGAN Jin Jiyan Azadi auf der ganzen Welt. In Iran schreiben Frauen weiterhin Geschichte mit ihrem Kampf gegen das Patriarchat, in dem sie Tot und Folter riskieren.

Schauen wir in die Türkei: Unter dem AKP Regime hat die Gewalt gegen Frauen um 1.400 % zugenommen.

1.400 %. Lasst es auf euch wirken.

Der Druck auf die Frauen nimmt zu. Abgeordnete, Journalistinnen, Studentinnen werden verhaftet, Frauen werden in der Öffentlichkeit belästigt. Die Rechte und Freiheiten werden angegriffen. Rechte, welche Frauen auf Kosten ihres Lebens errungen haben. Die Frauen in der Türkei wissen ganz genau, dass eine viele dunklere Zeit bevorsteht, wenn sie nicht das Patriarchat bekämpfen. Trotz aller Unterdrückung von der männlichen und staatlichen Gewalt gehen sie auf die Straße.

Die Frauenbewegung macht Hoffnung. Denn die stärkste Widerstandsbewegung in der Türkei ist die Frauen Bewegung. Dort schließen sich Frauen aller Nationalitäten (Türkische, kurdische, armenische, assyrische Frauen) zusammen und verteidigen ihre Rechte und kämpfen für die Gleichstellung der Geschlechter.

Auch möchte ich paar Wörter zu Istanbul Konvention sagen.

Die Istanbul Konvention fordert die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen und die Beseitigung aller Ungleichheiten. Es wurde von vielen europäischen Ländern unterzeichnet. Das Dokument garantiert die Bekämpfung der männlichen Dominanz und fordert die Stärkung der Frauen. Die Istanbul Konvention ist ein sehr wichtiger Schritt und großer Erfolg im Rahmen der Prävention von Gewalt gegen Frauen, und trotzdem werden seine Anforderungen nicht erfüllt.

Wir schauen in die weite Welt und sehen all die Korruption und Unterdrückung. Eine Wirklichkeit, die unsere Freiheit und unser Leben gefährdet. Eine Wirklichkeit die wir verändern müssen. Der Mann profitiert am patriarchalisch kapitalistischen System. Er wird diese Wirklichkeit nicht ändern.

Für eine Änderung müssen wir uns zusammenschließen.

Denn wir Frauen wollen eine gerechte Welt – eine gewaltfrei Welt.
Wir wollen eine Zukunft ohne Kriege und Krisen und ohne patriarchalisch kapitalistische System.

Wir werden niemals alleine gehen, lass uns die Solidarität der Frauen noch weiter stärken. JIN JIYAN AZADI 
Frauen Leben Freiheit
Nein heißt Nein

Zwischenkundgebung St. Ulrich

F*streik Aux

Ein Schauplatz des feministischen Kampfes sind die Körper von Flinta* Personen. FLINTA* ist eine Abkürzung und steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.

Wir stellen uns gegen alle patriarchalen Kategorien, in die unsere Körper gepresst werden: nicht schön genug, zu schön, zu fett, zu dürr, zu groß, zu klein, zu schwarz, zu asiatisch, zu bleich, zu viele Kinder, zu wenig Kinder, zu jung, zu alt, zu sexy, zu tomboy – die Liste ist endlos.

Wir sind keine Objekte, wir sind unsere eigenen Subjekte – mit all unseren Stärken, Schwächen, Eigenschaften und Merkmalen. Wir alle haben solche patriarchalen Denkmuster verinnerlicht und es ist an uns allen, diese aktiv zu verlernen. 

Besonders perfide sind die Angriffe von selbsternannten Feministinnen auf die körperliche Selbstbestimmung von trans und inter Personen unter dem Deckmantel ihres Feminismus. 

Auf dem Rücken von trans Personen wiederholen sich hier patriarchale Argumente: Sogenannte Trans Excluding Radical Feminists, kurz TERFs, weisen trans, agender und inter Personen fremdbestimmt deren biologisches Geschlecht zu oder leugnen schlicht die Existenz der Kategorien Trans und Inter. Sie verteidigen die binäre Geschlechtsstruktur. Nicht verwunderlich, dass TERFs vermehrt den Schulterschluss mit rechten Strukturen eingehen. TERFs oder Rechte – beide wollen die binäre Kategorie der „Frau“ beschützen und verstärken hierbei patriarchale Denkmuster und Geschlechtskategorien. Das ist nicht feministisch und solidarisch, sondern spaltend und ausgrenzend. 

Ausgrenzung statt Solidarität – das ist nicht unser Feminismus! Wir solidarisieren uns mit den feministischen Kämpfen von trans, agender und inter Personen. Für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung aller! 

Das bestehende System nutzt Stigmatisierung und Hass, um die körperliche und sexuelle Selbstbestimmung von FLINTA*s einzuschränken.

  • Dazu gehören einengende Rollenklischees wie sie Frau Tacheles serviert! im Redebeitrag anspricht.
  • Dazu gehört die skandalöse medizinische Versorgungslage, die sich Schwangere in Augsburg ausgesetzt sehen, wie die Medical Students for Choice ansprechen werden.
  • Dazu gehört die Bigotterie in Bezug auf weiblich gelesene Körper, über die das Oben-Ohne-Kollektiv sprechen wird.
  • Dazu gehört die Diskriminierung und das Othering von queeren Personen, also , die Zuschreibung, „anders“ oder nicht „normal“ im Sinne der heteronormativen Gesellschaft zu sein. Darüber wird Miranda Ala sprechen.
  • Abschließend wird die Queer-AG des Offenen Antifa-Treffens noch etwas zur Situation von Transpersonen, zu Gewalterfahrung und TERFs sagen. Hier nochmal der Hinweis: Das Awareness-Team ist für dich da, wenn du dich unwohl mit den Inhalten fühlst und wenn du reden möchtest.

Frau Tacheles serviert!

What I want

I want the obvious.
I want, the equality that is not up for negotiation,
that was promised to me on paper,
but does not arrive in reality and in our daily lives.

I want my worth NOT to be measured,
by the color of my skin,
my sexual orientation and
and certainly not by my genitals!

I want,
a life without the straitjacket of role clichés.

I want to decide about my body,
without having to justify myself to anyone.
My body my choice

I want the female orgasm to have the same value as the male one.

I don’t want your fear,
because your fear infiltrates my brain,
locks me up and sets limits where there should be none.

I want more shamelessness.
Because a free mind is followed by a free body that unhinges the world.

I want to move freely,
because my life is a presence event
by day and by night.

I want moral courage.
I want us to break through the glass ceiling, because we need a breath of fresh air.
I want, free development without the constant phrase in my head „what will people think?“
I want a life away from the perfectionism mania.
No, I want to fall on my face and be able to get up again with momentum!


I want honesty,
that otherwise remains unspoken,
that opens eyes.

I want open conversations.
In which we put everything on the tray for everyone to see.
So that we recognize,
that reality has nothing to do with the clichés constantly produced in the media,
but with you and with me
in the here and now.
I want that we also get rid of our prejudices
and that we stop criticizing each other.

I want us FLINTA*S to demand more participation from men.
Good parenting is not dependent on gender.
Trust fathers more,
don’t ignore them, but involve them.
and teach them the knowledge that you have received since childhood.

Patriarchy does not die out on its own.
It must be carried to the grave.
Every day a little bit.
With every gesture that is rejected.
With every stupid saying that is countered.
With every person who raises their voice against injustice.
With every demand until it becomes a matter of course.
With every protest that finds more and more supporters.
With every man who recognizes that community is not at home in power imbalances and equality is a path we must walk together.

I want my courage to ignite yours.

Women unite!
Women in power!

Medical Student for Choice

Hello everyone,

We are Katja and Greta, medical students in Augsburg and part of Medical students for choice which is a part of the group Critical Medicine Augsburg.

A safe, timely and affordable absorption is a human right. That’s not just our opinion but that of the World Health Organization as well as Amnesty. Abortion is an essential part of bodily autonomy and as such fundamental for gender equality, equal opportunities and a free life.

Why is it so hard, for a person carrying an unwanted pregnancy, to get an abortion?

It starts with finding a doctor. In Augsburg there is not a single one that officially performs an abortion after counseling  — at 1000 people carrying an unwanted pregnancy and are thus forced to travel at least to Munich. That is an unacceptable gap in the provision of medical care. Augbsurg not the only and by far not the worst example. People all over Germany are affected by this tight supply situation.

On top of that, abortion is heavily stigmatized by the public. According to § 218 of the German penal code punishable by law. According to opponents murder and often harshly judged by friends and family. This stigmatization doesn’t only affect the person carrying the unwanted pregnancy but is also enforcing the inadequate provision of medical care as it is a lot harder for doctors to offer abortion.

Lastly, not only contraceptives are very expensive. Also abortion is and most of the time both are not covered by health insurance.

You shouldn’t have to go to another city for a human right. You shouldn’t be stigmatized for making use of a human right and you shouldn’t have to pay for a human right.

That’s why we demand:

  • A supply of abortion that is covering the needs!
  • Free contraceptives and health insurance that covers abortion!
  • No more stigmatization of abortion!
  • No more §218!
  • For a self-determined and free life!

My body – my choice!

Oben-Ohne-Kollektiv

I wake up and I’m still hanging around a bit sluggish, but I know, today will be my day! So first shower, that’s gonna wake me up for sure. I cover myself briefly and scurry into the bathroom. Uh, fresh the window was open during the night. So quickly under the warm shower and finally the sooting water runs over me. Oh yeah, freedom, fresh, wet.

Being out of the shower, I’m already fresher. A short question is sent to me: are my roommates here? Yes, the coffee machine is running. So I wrap myself in my towel, just in case, and run back to my room. Off I go to get dressed for the feminist strike day. I look forward to this all year! First, the purple sweatpants get put on and then it’s my turn. And: I am bagged, until today it is actually unclear to me why. Yes, why am I always bagged? Everywhere I am hidden, covered, and not discovered. Not even my contours are allowed to be seen, no. I am not allowed to be a part of this body. I am too visible without a bra layer over me, I am offensive without a bikini over me, I am censored on the Internet, in the news they discuss about me.

I feel used because only trimmed I am needed. Yes, when it comes to sex, then they show me, then they put me on display. Only then I am needed. Then I have space. Yes, life as a nipple on breasts is not so easy. If only everyone knew that.

Last summer, for example, I was swimming in the outdoor pool. Well, I wasn’t swimming. I was squeezed into tops and could only get a glimpse of the water. I wasn’t allowed to ride the slide… And I wasn’t allowed to feel the sun on me and hang out like so many do. Many nipples hang freely in the summer, they bounce, and swing and jump. What do they have what I do not have? Isn’t the question actually: what do I have that they don’t have? Exactly. I have sexualization. Because I am attached to breasts, I am sexualized and staged. In the open-air swimming pool I tried to defend myself, I just wanted to be free, I peeked out for a moment, made room for myself and what did that get me? The pool attendant came and I was packed away again – so the statement of the green party apparently didn’t help.

But we did not want to stop and we remained uncomfortable. We complained and continued to fight – we established a connection with the green party. But they said we were too loud, too much, too offensive, too complicated, too naked. Rewrite the bathing rules? That would be too controversial an act. „Theoretically it is not forbidden to swim with nipples, but to make a big fuss about it? What does the CSU have to say about that?“

I didn’t care! Therefore we remained persistent- kept on asking, made suggestions: we need signs and education, so that everyone finally knows it and can feel free and safe!!!

„But no, that would be too risky!“ Fighting for equality yes, but only quietly and within our means and only with broad social acceptance. And also only if it does not disturb anyone, and if it is not so much effort, and if I can smile while doing it.

But that’s just no good, and that’s why we are here today, because today we say: NO!

I just want to chill, not justify myself, be free, hang out! Not ashamed of myself, but accept what I am. I want to have ease, be allowed to exist. I don’t want to have to stand on a podium and discuss my justification for existence.

That’s why we’re doing it together today, being properly loud, taking the space and room we deserve. Literally letting off our anger and nipples! With many nipples, flags and hanging breasts.

We will nipple the patriarchy away!!!

Miranda Ala

My name is Miranda Ala. I’m 30 years old, born in the Allgäu region of Germany, where I grew up.

I’m of Albanian descent and I was raised based on the traditions and rules of my family. How to be a proper woman, or how to be a proper man was a big part of that.

What I’ve learnt:
Cover your body if there are men around. Keep quiet and let men talk. Serve them, hide your feelings, suppress your needs, smile, be gentle and easy, step back and accept, that men always get away with their behaviour.

I’m a German Albanian woman. And I’m queer. But there is no queer in the world of my family. There is the determined life: man, woman, big wedding, at least two children. And of course look nice, so your man stays with you.

But that’s not who I am. I’m different. That’s what I’ve thought for so many years. I was ashamed, I hid, I got depressed and unhappy.

I had to follow my heart, but I didn’t know, that I could loose my family, my roots, everything. And I did it. I took my way. I burned down old bridges and built new one.

After ten years of being out in the open, finding myself and my voice, I’m able to stand here. I’m able to say, that I am a German-Albanian feminist – and have been ever since. I not only identify as German Albanian woman, because without that privilege of being born in Germany, my chances for an independent life as unmarried woman were bad.

I’m a part of that country and here’s my home. I’ve realized that I’m not that different and that I belong to a wonderful community. As a queer woman with migration background it’s all about: keep it up, trust and just do it. It’s worth it. There are solutions, perspectives, support and meaningful role models.

It took a long time for me to realize: the first feminist I’ve met was my own mother. My mother freed herself from an unhappy marriage while she was living in a foreign country with her two children. She wished for a better life for her children and herself – and made it happen. She was the first woman in our Albanian family who got divorced. “Scandalous!” said our relatives, but a blessing for us.

I’m very thankful for the experience because I learn so much. I’m thankful for the German system, even if there is some work to do. Here is room for more good:

  • healthier thoughts and behaviour, which can save lives and open perspectives.
  • organizations who work on accessibility and diversity.
  • awareness for the necessity of feminism

Feminism is creative thinking.
Feminism means following your heart, being brave and authentic.
Feminism means taking new ways to prepare a good life for the next generations.

Queer-AG OAT

Since the speech came in on short notice we didn’t have the time to translate it. We’re sorry.

Interim rally City Galerie

Fstrk Aux

The crises are in the system – and the system is called capitalism!

Capitalism cements inequalities. Inequalities that are used to justify the exploitation of certain groups of people.

In the capitalist system, every human being has a value, which is based on the mostly random allocation of value to characteristics such as nationality, education, race, religion, gender identity, sexual orientation, ability to work and others. All people experience different degrees of discrimination depending on these characteristics – be it racism, anti-Semitism, sexism, classism, ableism and more.

The system plays privileged people against the less privileged: Man against woman, white against Black, rich against poor.

We reject this inhumane system!

Critique on capitalism needs feminism; needs anti-racism; needs anti-classism!

Only if we overcome devaluation and exclusion of certain groups of people is an end to capitalism possible! And only by ending capitalism is the end of devaluation and exclusion possible!

Fight with us for the anti-capitalist feminist utopia and an end to injustice!

Because we dream of a world in which neither reproduction nor production are subject to profit seeking of only a few people. Capitalist systems profit especially from the exploitation of reproductive activities, i.e. care work: this means tasks that keep people productive or alive: Cooking, washing, cleaning, childcare, care for the elderly and sick. These activities are still mainly carried out by FLINTAs (women, lesbians, inter, non-binary, trans and agender people). Be it at home and unpaid or in low-paid care & education jobs. These activities continue to be made invisible and devalued. But one thing is certain: these activities are crucial in order for the capitalist system to work. It is only through care work that people can do wage labour at all. Without care work, the system would collapse! Hence our slogan: When we strike, the world stands still!

The crisis in the care sector also shows that the pursuit of profit is not compatible with humanity.

Globally, the labour power of FLINTA persons is thus exploited in two ways: as unpaid care work and in low-paid wage work. More frequent part-time employment and „baby breaks“ are also responsible for poor fincancial security at old-age and an ongoing financial dependency, which often also causes patriarchal violence.

We demand:

– Paid care work, because system-relevant activities such as childcare, caring for relatives and friends, but also caring for oneself, must not become an overload or an existential disadvantage.

– No profits with health & care! The problems in the health system are not least due to the privatisation of health institutions, which have to make money with care work and put profits above the well-being of the patients.

We also dream of a different way of working! A factory without bosses, like the collective VIO.ME in Thessaloniki. The workers occupied their company after it went bankrupt and have since been producing environmentally friendly soaps, which are also sold by Die Seiferei in Augsburg. Production, sales, personnel management – the tasks in the factory rotate in a fixed rhythm, everyone pitches in and decisions are made on a grassroots basis. This system has been working for 10 years. And it is threatened again and again from the outside – a fund company has bought the factory’s land and the workers fear for their utopia. We support the struggle of VIO.ME & other lived utopias, of which there are many in the world.

We demand:

– meaningful economic perspectives instead of profit and growth at any price.

– a system that creates time & opportunity for political participation! Overwork due to wage or care work, language barriers or the feeling of political powerlessness must not keep people from active participation.

But we also dream of a world where people have the freedom to pursue a profession regardless of financial, bureaucratic, moral or physical constraints. We demand political decisions that make it easier to enter care professions. We demand political decisions to adequately pay for and value care work. Politics and society must create humane conditions for workers and patients.

We demand political framework conditions that on the one hand effectively combat human trafficking, but on the other hand make self-determined sex work possible – unencumbered by pointless visits to the authorities and stigmatising health instructions.

We also demand an anti-racist immigration policy that does not divide people into undesirable „economic refugees“ and desirable professionals. The dying at the EU’s external borders must stop! We demand that refugees & other immigrants can live here under humane conditions and do not have to constantly fear for their residence status or for being deported.

Not least, we dream of a system that takes the climate crisis seriously: Capitalism is causing the climate catastrophe, because it exploits natural resources – similar to care activities – which are at the same time the basis for all economic activity. Environmental damage & CO2 emissions are externalised from costs and ignored. If these were included into costs, there could no longer be a „business as usual“ in the economy – it would just not be „profitable“.

Without a shift away from the consumption that capitalism demands and encourages, we are certain to miss any climate goals. It is no coincidence that we are standing in front of the City Galerie for this anti-capitalist part of our demonstration. Climate catastrophes destroy livelihoods, kill people and cause large-scale refugee movements. They often affect women even more than men, most severely people in the Global South. Meanwhile, it is also women & FLINTA, especially in the Global South, who are at the forefront of the fight against the climate crisis. The effects of the climate catastrophe, already clearly visible today, will worsen if neither governments nor economy are willing to take effective measures, such as expanding public transport and cycling or a speed limit on motorways. Let’s take it into our hands to build pressure from below!

In the following, the Offenes Frauentreffen Ausgburg and the Rote Jugend Schwaben talk about their anti-capitalist and anti-patriarchal demands. We would like to point out that the contributions explicitly deal with violence. Talk to the awareness team if you are not feeling well and/or need to talk.

Offenes Frauentreffen Augsburg

Dear comrades, dear friends

All over the world, we are witnessing women taking to the streets to fight for a world beyond their oppression. These struggles are consistently tried to be smashed by the state. Looking at Iran we see how the struggles of women, who are fighting for nothing less than their future and their freedom, are tried to be extinguished with the highest form of aggression by the state. They do not shy away from confronting the protesters with violence in the streets, which even leads to deaths.

Looking at the women in Rojava, we see, how they are fighting for a self-determined life. Their self-governing structures are repeatedly attacked by the Turkish military.

But we don’t have to look that far for a fight against patriarchy. Even here we women suffer under the patriarchal system, because it goes hand in hand with capitalism.

The unpaid care work of women, as well as the low pay of of so-called „women’s professions“, is essential for capitalism and ensures the survival of this system, along with other mechanisms of oppression.

Therefore, there will never be real, sustainable solutions to our problems in this social structure. We will always be exposed to everyday sexism and constantly have to do underpaid or even unpaid work.

But we are not exposed to this situation without a fight. Because if we put down our unpaid care work, we have the possibility to declare war on this system and together build up pressure from below!

Let us take an example from our strong and courageous sisters worldwide!

When we’re on strike, the world stands still! For a life in freedom!

Rote Jugend Schwaben

Today is march 8th. The origins of march 8th come from the workers‘ movement in the Soviet Union.

On March 8, 1917, women textile workers in Russia went on strike, ending the February revolution. 90,000 people marched the streets and fought for higher wages, better working conditions, shorter working hours and defended themselves against the unreasonable living conditions in capitalism. The German socialist Clara Zetkin then named March 8th the International Women’s Day to honor the role of women in the February Revolution.

Since then, on march 8th, we have been taking to the streets to draw attention to the situation of women in capitalism. Because even 106 years later we still have to fight for equality! As women, we face countless burdens everyday.

We are beeing threatened with sexual harassment everytime we leave the house – Sexual harassment beeing one of the many instruments of the patriarchy patriarchy – to keep us feeling small and weak, so that we don’t dare to rebel against this patriarchal system! And if we fight back, they won’t believe us: neither in our everyday life nor in court! This country, its  Officials and its judges, prefer to believe the perpetrators than those affected. Especially women from Working class find it difficult to defend themselves against sexual harassment in the workplace, considering these are usually subject to a strong economic dependency. The state and capital will not protect us!

We need to combine a structure of self-defense-mechanism among women with women’s solidarity with other Women, practice, learn and live this combination!

So believe your sisters when they tell you about an assault. Support and protect each other! This state will not protect us, our sisters will!

In addition to the everyday danger of sexual harassment, women take on the majority of the unpaid housework: cleaning, cooking, washing, raising children. Proletarian women usually bear double the burden, since they are not only employed, but in addition to their paid work they take care of the unpaid housework. The unpaid work performed by women is neither valued nor rewarded. It remains invisible and becomes the subordinate to paid work.

Women are also exposed to a mental and psychological burden. In addition to the unpaid housework, many of them organize the everyday life of the family: the child has to go to school, the laundry or the shopping has to be done, and so on .

We demand that everyone, especially men, help their mothers and wives with the housework and help organize everyday life to a noticeable extent and to take responsibility for themselves!

And finally, we demand that unpaid work will be socialized!

In addition to the unpaid housework, most women are also workers. They will often be pushed into part-time jobs by gender roles. As a result, women earn less than men and are therefore more subject to economic dependencies. In addition, women are still not paid equally. We demand safe and decent working and living conditions! We demand that women earn the same wage as men!

A year ago, the Russian war of aggression in Ukraine began. It is clear to all that war means death, suffering and Devastation. But the situation of women in war is rarely addressed. Not only do they have to watch their brothers and sons serve as cannon fodder for Capitalists to serve and die, women in particular fall victim to a specificweapon of war: rape. Rape is a common act of war committed by soldiers to prove once again the dominance of men over women and to demonstrate power over territory gained through war.

We challenge you all to fight wars worldwide! We demand an end to rape as a weapon of war!

But why is all that? Why are women still suppressed, after more than 200 years of struggle?

The answer is: capitalism has still not been overthrown!

Patriarchy and capitalism are closely intertwined and only with the fall of capitalism patriarchy will also fall and all genders will have the opportunity to lead a liberated life! Gender roles emerged to protect capitalistic structures. In addition, queer people get oppressed as a way of sanctioning patriarchal structures if you dare to rebel against gender roles.

Capitalism benefits from maintaining patriarchy. so It is convenient for capitalism that we do unpaid housework, it pushes us into the so-called women’s jobs with lower wages or stimulates our consumer behavior through crude beauty ideologies.

Capitalism benefits from keeping us women small and that we, thanks to female socialization, are way less likely to become revolutionary personalities in the first place.

In order to overthrow patriarchy and liberate all genders, capitalism must be deprived of its economic basis. Abolish Private ownership of factories, schools, universities, hospitals, so that the first prerequisites of women’s liberation can be met! Socialism is the first prerequisite for women’s liberation.

The second requirement is a social revolution within socialism. The Women’s revolution can only be over when all sexist and capitalist behaviors have been eradicated from our society.

The liberation of women is only over when our queer comrades-in-arms are not afraid of violence and discrimination and can lead an equal life!

Women’s liberation will end when all genders are liberated!

And therefore: join the fight against capital and patriarchy! Let’s tear down the foundation of patriarchy together! Down with capitalism! Down with the patriarchy!

Bread and roses for the workers! For socialism! For the women’s revolution!

Closing rally Townhall Square

Fstrk Aux

Feminist struggles for equal pay have a tradition.

The Goals of the „Allgemeiner Deutscher Frauenverein“ (General German Women’s Association), founded in 1865, were right of women to gainful employment that secures their livelihood, equal pay for equal work and improved education for girls. The association was a reaction to the Lex Otto, a law that forbade women to publish newspapers or work as editors.

Patriarchal ideologies were responsible for occupational bans, voting bans and the depriviation of women & queers. Feminists at that time tried to achieve equality through the right to education and work. Labor unions played an important role as organising groups in this context. Today, the women’s associations of Verdi or DGB campaign for issues of equality at work.

Last week, workers in the public transport sector went on strike. This was followed by warning strikes in hospitals and at the public utility company. Today, workers in day-care centres and social institutions are on strike. The strikes show how much the system depends on these mainly flinta*-dominated professions. We stand in solidarity with the strikers & support their demands.

Silke Klos-Pöllinger from the Equal Pay Day Alliance and Verdi now speaks about their demands for equality at work as well as retirement provision.

In a passionate poem, the DGB women put their demands succinctly.

Ver.di

Dear women, dear participants,

Today, so many different groups are here to jointly set an example for real gender justice in this country. Together we do this every year with the Equal Pay Day Action Alliance, which was out and about yesterday in the city centre with information, and for which I have the honour of speaking again today.

I am a labor unionist: because I know and want to convince that women have to organise and unite to fight for better wages, salaries and working conditions. In Augsburg and everywhere. Because nothing works alone!

 It is a scandal that in Germany women still earn on average 18 percent less than men. In Bavaria it is even 21 per cent less! That sets us almost at the bottom of the league in Germany.

It is a scandal that far too little is still being done to remove the many obstacles that prevent women from participating equally in working life: Too few childcare options, too few flexible working time models, too few part-time management positions, no fair sharing of unpaid family work, still far too many mini-jobs without social security!

It is a scandal that in typical female professions in the health sector, in trade, in the services, they are still paid less than in typical technology-oriented so-called male professions!

Many employers shouldn’t be surprised if they can’t get any more skilled workers. Those who are looking for skilled workers cannot do without women! They have to change working conditions and create better framework conditions. So finally: upgrade women’s jobs – not only through recognition and praise, but through financial upgrading and fair pay!

The trade union ver.di is currently on strike in the collective bargaining round in the public sector: today, for example, workers in the municipal social and educational services went on strike. Please support your female colleagues and other public sector workers and stand in solidarity and argue for them wherever you can. This is also women’s solidarity in action.

We want higher wages for women-dominated professions in the service and social sectors! But women not only earn less than men, women also receive on average 45 % less pension than men. That is why we also demand a compensation of the pension gap of women, a curbing of female old-age poverty and more pension points for child-raising and care periods!

Dear women, dear FLINTA*, dear all: Let’s finally break down the barriers to women’s equal participation in working life and stand up with us labor unions, with the Equal Pay Day Alliance, for a future-proof, sustainable and gender-equitable world of work!

DGB Frauen

Without their own pay
women are in a bad way.

If you want to give everything to children,
choose professional life!

Bare your teeth to women‘s stress –
shorter working hours for all!

Good mothers are smart
want to be more than a housewife

Create for every little one
a good daycare spot!

Us women want equal rights
We can steal roses too

Tell every child:
Women into MINT!

Care work and helping the weak
are both not only women’s business

I shout with loud voice:
My body my choice

Mini-jobs and low pay
leaves some women sidelined

and in the end
the pension is missing.

A regulation so unfair we had no words:
Stop tax breaks for married couples!

Whatever we wear, wherever we go –
yes means yes, no means no.

Fight for a better world:
Equal work, equal money!

If someone believes that politics
is not for her and not chic at all
then she is thinking wrong.
With these games she only helps the wrong targets.

Every day on March 8th –
Break the heart of the patriarchy!

Fstrk Aux

Labor unions can make an important contribution when it comes to feminist rights in the workplace.

But, what about the people who are not organised? What about jobs that are invisible and that are mainly done by migrant people. What about unpaid care work, housework, raising children, caring for relatives?

In order to draw attention to these problems, Latin American activists in particular are resorting to general strikes – and thus shut down large parts of the national infrastructure. In 2016, the Argentinian movement Ni una menos used the general strike as a form of protest against gender-specific violence against women and queers. The movement denounces this violence as a structural problem and focuses on the unequal treatment of flinta*s. Inspired by the Argentinian feminist movement, the Feminist Strike Committee Augsburg was founded in 2018.

When we strike, the world stands still – the motto of the international Feminist Strike Day makes it very clear that we are many. And that we have to organise ourselves.

We declare war on the crises of the systems! We stand in solidarity with feminist struggles worldwide! 8 March is every day!

The Yeni Kadin organisation now invites everyone to join in Kurdish dances. We stand in solidarity with Kurds worldwide who are fighting for their right to exist in Turkey, Syria, Iran and Iraq.

Aufruf zum Feministischen Kampftag am 8. März 2023

Die Krisen stecken im System – feministisch streiken weltweit!

Von der Evakuierung eines Augsburger Altenheims bis zur Schließung der Bobinger Geburtshilfe – die Krise des Gesundheitssystems ist real. Die Konflike in den nur ohnehin spärlich vorhandenen Unterkünften für Geflüchtete spitzen sich nicht erst durch den Krieg in der Ukraine zu. Die Energiekrise trifft unterdessen vor allem Augsburger Geringverdienende, darunter vor allem Alleinerziehende. Wir wissen: Die Krisen stecken im System! Wir wissen: Kapitalismus und Patriarchat sind dafür verantwortlich! Wir wollen das nicht hinnehmen! Wir streiken! 

Kommt zum Internationalen Feministischen Kampftag am 8. März
17 Uhr | Kundgebung & Demonstration | Rathausplatz Augsburg 

Welche Menschen wohnen in Alten- und Pflegeheimen, in denen oft unmenschliche Zustände herrschen? 61,6 Prozent sind Frauen. Welche Menschen arbeiten in der Pflege mit teilweise untragbaren Arbeitsbedingungen? Etwas mehr als drei von vier Pflegefachkräften sind Frauen. Welche Menschen gehören zu denjenigen, die am Existenzminimum leben? 17,5 Prozent der deutschen Frauen waren 2021 von Einkommensarmut betroffen, im Gegensatz zu 15,7 Prozent der Männer. Auch bei den Geringfügigbeschäftigten ist der Anteil der Frauen größer als der der Männer. Und im Alter rächen sich außerdem die sogenannten „unterbrochenen Erwerbsbiographien“ von Frauen: Alleinstehende Frauen über 65 gelten zu 20 Prozent als arm und das liegt an häufigerer Teilzeitbeschäftigung und Verdienstausfall durch Kinder- und Angehörigenpflege. 

Wir sprechen von Frauen, weil die Daten nur weiblich gelesene Personen erfassen. Dennoch ist klar, dass auch andere nicht als männlich wahrgenommene Personen – FLINTAs – die Benachteiligten in diesem System sind. FLINTAs meint Frauen, lesbische, inter, nicht-binäre, trans, agender Personen und alle, die nicht in die binäre Logik der cis-männlich dominierten Welt passen. Darunter auch Schwarze Personen, Menschen der BIPOC Community. Ebenso Menschen, die sich nicht der Verwertungslogik der kapitalistischen Welt unterwerfen können oder wollen. Am meisten trifft es die, die zu mehreren der genannten Kategorien gehören. BIPOC steht für Black, indigenious people of colour, also Menschen, die als nicht weiß gelesen werden.  

Wir sagen Nein zu diesem männlich dominierten System!

Auf der ganzen Welt rebellieren FLINTA-Personen gegen die Unterdrückung durch patriarchale und kapitalistische Systeme: gegen die Kriege, die die Herrschenden auf dem Rücken der Bevölkerung austragen; gegen die Klimakatastrophe, die von zu vielen Entscheidungsträger*innen noch geleugnet oder ignoriert wird; gegen rechte Kräfte, die mit ihren rückwärtsgewandten Ideologien immer mehr Macht auf sich vereinen. 

Der Slogan „Jin Jiyan Azadi“ (Frauen Leben Freiheit) der revolutionären kurdischen Bewegung hallt aktuell durch die von Frauen angeführte Revolution im Iran in der ganzen Welt wider: von Lateinamerika über Rojava (Nord-Ost-Syrien) und Teheran bis nach Europa! Als lautes Zeichen gegen die Einschränkung und Verweigerung von Menschenrechten. Gemeinsam kämpfen wir die feministischen Kämpfe für eine Gesellschaft, in der ein gutes Leben für alle möglich ist. Gemeinsam kämpfen auch wir gegen Geschlechterungerechtigkeit, für sexuelle und körperliche Selbstbestimmung und für „eine Welt, in die viele Welten passen“? – wie die Zapatista-Bewegung sagt. Wir, das Feministische Streikkomitee Augsburg, solidarisieren uns mit den feministischen Kämpfen weltweit und mit denen vor unserer Haustür. Die Krisen stecken in den Systemen! Sie sind hausgemacht und wir haben es in der Hand, diese Ungerechtigkeiten zu beenden!

Wir fordern:·

  • Bezahlte Care-Arbeit, denn systemrelevante Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Freund*innen, aber auch Achtsamkeit gegenüber sich selbst darf nicht zur Überlastung bzw. zum existenziellen Nachteil werden.
  • Keine Profite mit Gesundheit & Care! Die Probleme im Gesundheitswesen entstehen nicht zuletzt durch die Privatisierung von Gesundheitseinrichtungen, die mit Sorge-Arbeit Geld verdienen müssen und die Profite über das Wohlergehen der Patient*innen stellen. 
  • Schutz vor Gewalt & eine sichere Unterkunft bei Gefährdung. Die Plätze in den Frauenhäusern des Bezirks kommen bei weitem nicht an die gesetzlichen Vorgaben heran. FLINTAs in Geflüchtetenunterkünften benötigen besondere Schutzangebote. Zudem mangelt es an Schutzräumen und Beratungsstellen für Queers und trans Personen.
  • Bleiberecht für alle, denn kein Mensch ist illegal. Fluchtgründe dürfen nicht über das Bleiberecht und den Wert eines Menschen entscheiden. Zumal viele Menschen durch den Klimawandel ihre Existenzgrundlage verlieren werden, wodurch sogenannte Wirtschaftsfluchtbewegungen drastisch zunehmen werden.
  • Sichere medizinische Versorgung für Schwangere, Gebärende & Personen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Personalnot und Klinikschließungen gefährden dieses Menschenrecht in der Region sowie in ganz Deutschland!   
  • Zeit & Möglichkeit für politische Teilhabe! Überlastung durch Lohn- oder Care-Arbeit, Sprachbarrieren oder das Gefühl der politischen Machtlosigkeit dürfen Menschen nicht von einer aktiven Beteiligung abhalten. 
  • politische Unterstützung für politisch verfolgte Aktivist*innen, FLINTA & LGBTQIA+ Personen im Iran, in Afghanistan, Kurdistan, Rojava über die Solidaritätsbekundungen hinaus 

Pissegate-Prozess eingestellt: Danke für eure Unterstützung

Ende Dezember 2022 wurde das Pissegate-Urteil rechtskräftig: Das Verfahren gegen uns als Feministisches Streikkomitee ist eingestellt, eine Geldauflage haben wir dennoch zu zahlen. Unsere Spende geht gerichtlich verordnet an den SKF, den Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Wir sagen danke für die große Solidarität und die großzügigen Spenden, die wir zur Deckung der Prozesskosten erhalten haben.

Feministische Kämpfe vereinen: jetzt erst recht!

Aus persönlichen Gründen haben wir uns dazu entschlossen, nicht in die nächste Instanz zu gehen. Dennoch werden wir auch in Zukunft unser Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit nutzen, um auf die Missstände bei der Verteilung von Sorge-Arbeit aufmerksam zu machen.

Am 8. März, dem internationalen feministischen Kampftag, wollen wir mit denen eine gemeinsame Stimme finden, die bisher ungehört bleiben: Pflegekräfte, Mütter, Geringverdienende, Queers, BIPOCs (Black, Indigenious People of Color) – alle, die in einer weißen, heteronormativen, cis-männlichen Welt das Andere sind. Unser Motto in diesem Jahr: Die Krisen stecken im System – feministisch streiken weltweit.

Zu Aufruf & Programm des Feministischen Kampftages 2023 in Augsburg.

Pissegate – Pressemappe

„Staatsschutz“ blitzt vor Gericht ab
Verfahren gegen Aktivistin eingestellt

„Was ist bloß in Augsburg los?“, titelte Netzpolitik.org in Bezug auf den Strafbefehl über 1.200 Euro, den die Augsburgerin Michaela Strattner auf Betreiben der Abteilung „Staatsschutz“ der Augsburger Polizei erhielt. Nicht mit einer liberalen Demokratie vereinbar, befand ein Berliner Experte für Versammlungsrecht [1]. Nun straft das Amtsgericht die in Kritik geratene Abteilung der Polizei ab und stellt das Verfahren ein.

Ungefähr 30 Protestierende zeigten am 24.11.2022 Solidarität mit der wegen Verstoß gegen das Versammlungsrecht Angeklagten.

Pressespiegel

Junge Welt online & Print
Augsburger Allgemeine online & Print
Netzpolitik.org

Care-Arbeit oder Sorgearbeit beschreibt die Tätigkeiten des Sorgens und Sichkümmerns. Darunter fällt Kinderbetreuung oder Altenpflege, aber auch familiäre Unterstützung, häusliche Pflege oder Hilfe unter Freund*innen. Diese Arbeiten werden überwiegend von Frauen geleistet, oft als unbezahlte Hausarbeit gesellschaftlich als notwendig und selbstverständlich angesehen. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, organisierte das Augsburger Feministische Streikkomitee am 5. März dieses Jahres eine Kundgebung auf dem Rathausplatz. Dabei wurde das Stück „Pisse“ der Band „Schnipo Schranke“ gespielt, das mit expliziter Sprache die Grenzen des weiblich Sagbaren austestet. Das ging der Abteilung „Staatsschutz“ der Augsburger Polizei zu weit: Ihrer Meinung nach habe das Stück keinen Bezug zum Versammlungsthema und stelle daher einen Verstoß gegen die Demonstrationsauflagen dar. 1.200 Euro soll die Anmelderin der Demonstration nun dafür zahlen.

Der „Fall“

Zwischen gemütlichen Couchen, auf Teppichen, Bierzeltgarnituren und anderen Sitzgelegenheiten entstand am 5. März 2022 der „Platz für Sorge“ auf dem Augsburger Rathausplatz. Das Feministische Streikkomitee begann bereits am Morgen dieses Samstags mit dem Programm, das bis in die Abendstunden „Sorgearbeit sichtbar machen“ sollte.

Care-Arbeit oder Sorgearbeit beschreibt die Tätigkeiten des Sorgens und Sichkümmerns. Darunter fällt Kinderbetreuung oder Altenpflege, aber auch familiäre Unterstützung, häusliche Pflege oder Hilfe unter Freunden. Bislang wurden diese Arbeiten überwiegend von Frauen geleistet, oft als unbezahlte Hausarbeit gesellschaftlich als notwendig und selbstverständlich angesehen. Aber mit dem Wandel der Geschlechterordnung werden auch Hausarbeit, Sorge und Fürsorge neu verteilt – weiterhin überwiegend zwischen Frauen. Migrantinnen aus armen Ländern bedienen die steigende Nachfrage in Ländern des globalen Nordens.

Bundeszentrale für politische Bildung

Das Ziel hinter der Veranstaltung am 5. März: Zeit und Raum für Menschen zu schaffen, die am 8. März – dem internationalen feministischen Kampftag, einem Dienstag in diesem Jahr – nicht mit auf die Straße gehen konnten. Gründe hierfür sind unter erwerbstätigen Frauen oft die Verpflichtung als Mutter, Ehefrau oder Pflegende im familiären Kontext. Diese Tätigkeiten werden aber auch von anderen Personen ausgeübt, die deshalb ebenfalls nicht an der Demonstration zum 8. März teilnehmen können. Zu weiteren Gründen für die Nichtteilnahme zählen außerdem Schichtarbeit, Notfalldienste oder Bereitschaftsdienste zum Beispiel in der Pflege. 

Für diese Personengruppen veranstaltete das Feministische Streikkomitee über den Tag hinweg Workshops zu Geschlechterrollen oder zur Geschichte des Feministischen Kampftags, bot Material zur Gestaltung für Protestschilder oder Banner und untermalte die Aktivitäten mit feministischer Musik und Spoken-Word-Performances durch ein DJ-Team. Außerdem sollte der „Platz für Sorge“ auch Raum für Austausch bieten: für die interessierte Stadtöffentlichkeit, um in Ruhe ins Gespräch kommen zu können.

Vorwurf 1: Abspielen von Musikstücken zu Unterhaltungszwecken – „Pisse“

Das Lied „Pisse“ von Schnipo Schranke, das im Rahmen der Kundgebung abgespielt wurde, erregte die Aufmerksamkeit eines Passanten und seines 6-jährigen Sohnes. Er habe unangenehme Fragen beantworten müssen, so der Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft fstrk aux vor, dass dieses Lied keinen Bezug zum Demonstrationsthema aufweist.

Diesem Vorwurf widersprechen wir entschieden: In „Pisse“ erzählt das weibliche lyrische Ich von einer Beziehung zu einer Person, die sie nicht oder nicht mehr liebt. Im Verlauf des Textes wird der Hörende Zeuge einer Emanzipation:Sie erkennt, dass die Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Anderen „der Abend ist mir nicht gelungen, so sagen böse Zungen“) oder des Anderen („Hab alles für Dich getan“) die Liebe nicht retten kann, sondern im Gegenteil zu einer Selbstverleugnung führt. Sie erkennt die Sexualisierung „Und war es doch am Ende, was dich hat überzeugt / Weder der Inhalt / Noch sein Gehalt sondern / Mein schöner Leib!“, „Find’st mich hübsch, doch voll daneben“ und die Abwertung „du findest mich ätzend, ich finde dich verletzend“, der sie in der Beziehung ausgesetzt ist. 

Diese Auseinandersetzung mit menschlichen Gefühlen wird in sehr expliziter Sprache vorgetragen, die im Kontrast zur weiblichen Singstimme und zur Popmelodie des Liedes steht. Die Band nutzt explizites Vokabular und zweideutige Anspielungen, um über Sex (Duo & Orgie), Oralsex,  Körperbehaarung und Alkoholismus zu sprechen. Gegen diese expliziten Aussagen, vor allem wenn sie durch weibliche Stimmen geäußert werden, regt sich weiterhin – wie der aktuelle Fall zeigt – gesellschaftlicher Widerstand eines „das kann man so doch nicht sagen, das gehört sich nicht“.

Die feministische Aktion „Platz für Sorge – Care-Arbeit sichtbar machen“ prangert auch diese Verleugnung von weiblichen Bedürfnissen, von offener sexueller Lust und von Körperfunktionen an. Gerade Beschäftigte in Pflegeberufen, aber auch Menschen, die unbezahlte Care-Arbeit verrichten (Mütter, Hausfrauen, usw.) leiden unter einem Frauenbild, das von ihnen die Zurückstellung ihrer eigenen Bedürfnisse fordert. Das Ausbrechen aus diesem Bild bzw. das Artikulieren dieser Bedürfnisse führt zu einer sozialen Stigmatisierung, zum Beispiel als „Rabenmutter“ oder als „undamenhafte Person“.

Die Obszönität des Liedes ist von den beiden Interpretinnen bewusst gewählt und grundlegender Teil ihres Stils. Schockieren kann das Lied dennoch, wie die Beschwerde des Passanten zeigt. Der Schock, der hier provoziert wurde, beweist, dass das Lied durchaus inhaltlich zur Kundgebung passt. Zur Beantwortung von unangenehmen Fragen waren die Aktivist*innen vor Ort, der Mann hat die Chance aber verstreichen lassen, sein Unbehagen auszusprechen.

Vorwurf 2: Aufruf zu Gewalt & Störung des öffentlichen Friedens

Das Abspielen von „Querdenker klatschen“ war keine geplante Aktion, sondern erfolgte spontan. Im Vorfeld hat sich unsere Gruppe darauf vorbereitet, dass die Demonstration unter dem Motto „Corona-Demo“ an diesem Samstag am Rathausplatz vorbeiziehen wird. Wir haben ein Sicherheitskonzept erstellt, dass unsere Veranstaltung vor Blicken und Störungen schützen sollte – darin steht, dass wir beim Passieren des Demonstrationszuges unseren Raum durch Banner abschirmen, was genauso und friedlich geschehen ist. Für das Abspielen des Liedes entschieden wir uns spontan, um unseren Gegenprotest zum Ausdruck zu bringen. Die Band prangert an, dass die Protestbewegung für „freie Impfentscheidung“ und „für die Aufhebung aller Maßnahmen“, wie sie von der stattfindenden Corona-Demo gefordert wurde, einem egoistischen Weltbild entspringt, das die Folgen der Pandemie verkennt.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Beschäftigte in medizinischen Berufen, vor allem in der Pflege, wegen des Corona-Virus mit unzumutbaren Arbeitsbedingungen konfrontiert sind, wollten wir uns – inhaltlich wie optisch – von der Demo abgrenzen. Das Motto erschien uns höhnisch, im Hinblick darauf, worauf wir am 5. und am 8. März aufmerksam machen wollten. Wir wollten gewährleisten, dass sich die Personen, die sich auf dem Rathausplatz befanden, nicht unfreiwillig mit dem Demonstrationszug befassen müssen. Aufgrund der Lautstärke der Demonstrierenden war dies jedoch kaum möglich. Daher unsere spontane Entscheidung, dem ganzen auch musikalisch Ausdruck zu verleihen. Wir wählten „Querdenker klatschen“ unter anderem wegen der Textzeile „Glaub mir, viel lieber würd ich klatschen dafür, dass die Pflegenden endlich verdien’n, was sie verdien’n.“

Der Demonstrationszug gegen Coronamaßnahmen zog davon unbeeinträchtigt vorbei, weder die Lautstärke noch eine andere Aktion aus den Reihen des fstrk aux störte laut Zeugenaussage den Verlauf der Demonstration.

Der Kontext: Schikane gegen linken Protest hat anscheinend Methode

Seit einiger Zeit häufen sich die Schikanen gegen linke Augsburger Aktivist*innen: Der „Staatsschutz“ durchsucht das Kinderzimmer der damals 15-jährigen Janika Pondorf, die sich in der Fridays-for-Future-Bewegung und für das Augsburger Klimacamp engagiert. Während der Hausdurchsuchung von Alexander Mai, dessen Fall als Pimmelgate Süd bekannt ist, verweigern ihm die Beamten des „Staatsschutzes“ das Telefonat mit seiner Anwältin, das ihm rechtlich zusteht. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen dieses Vorgehen blieb bislang unkommentiert. Aktivist*innen des Augsburger Klimacamps seien laut Ingo Blechschmidt, einem Mitglied des KC-Sprecherkreises, ständig den Repressionen des „Staatsschutzes“ ausgesetzt

Die Verhandlung

Am Donnerstag, dem 24. November 2022, tritt das Feministische Streikkomitee den Vorwürfen vor Gericht entgegen. Anwältin Martina Sulzberger, die die Verteidigung in diesem Fall übernommen hat, gibt zu bedenken, dass hier mit der Versammlungsfreiheit ein nicht zu verachtendes Grundrecht zur Debatte steht. 

Das Urteil

Knapp 30 Prozessbeobachter*innen

Nachdem ursprünglich das Ordnungsamt der Auffassung der Abteilung „Staatsschutz“ gefolgt war und sogar die Polizei angewiesen hatte, auf einer Folgeversammlung bei etwaiger Wiederholung des Lieds einzuschreiten, korrigierte es am Dienstag seine Haltung. Dies teilte das Feministische Streikkomitee Augsburg am gestrigen Mittwoch mit. Entsprechend wurde heute das betreffende Lied bei einer Solidaritätskundgebung vor dem Amtsgericht in hoher Lautstärke gespielt – insgesamt viermal, so oft erlaubte es das Ordnungsamt.

Knapp 30 Prozessbeobachter*innen wollten die Verhandlung verfolgen. Aufgrund eigens angeordneter spezieller Sicherheitskontrollen, zu denen auch die sonst vor Gericht nicht übliche Personalienkontrolle gehörte, konnten aber weniger als die Hälfte der Interessierten rechtzeitig vor Prozessende in den Gerichtssaal. Auch ein Journalistenteam von a.tv wurde so ausgesperrt.

Rechtliche Schritte gegen Abteilung „Staatsschutz“

Das heutige Urteil ist nicht das Ende des Vorfalls. Strattner und ihre Unterstützer*innen kündigten bereits an, im Zuge des positiven Urteils rechtliche Schritte gegen die Abteilung „Staatsschutz“ der Augsburger Polizei zu prüfen. Trotz des Einschüchterungsversuchs der Abteilung „Staatsschutz“ ist Strattner unterdessen nicht untätig: Sie organisiert zusammen mit ihren Mitstreiter*innen vom Feministischen Streikkomitee Augsburg schon die nächste große Demonstration für Geschlechtergerechtigkeit. Am 8. März kommenden Jahres, dem internationalen feministischen Kampftag, wird sie stattfinden. Und bestimmt wird dort auch wieder das Kultlied gespielt werden, wegen dem der „Staatsschutz“ heute vor Gericht scheiterte.

Kontakt

Versammlungsanmelderin: Michaela Strattner (+4915128909238, f-streik-aux@riseup.net)
Rechtsanwältin: Martina Sulzberger (+4982150873850)

Spenden

Neben Unterstützung am Tag der Pressekonferenz und der Verhandlung freut sich das Feministische Streikkomitee auch über finanzielle Beträge, um die finanziellen Belastungen des Verfahrens zu stemmen. Spenden, egal wie hoch, gerne an:

Kontoinhaberin: Frauenzentrum Augsburg e.V.
IBAN: DE 66 72050000 0810404608
BIC: AUGSDE77XXX
Bank: Sparkasse Augsburg
Verwendungszweck: Pissegate